Rückblick// Unser 1. Schuljahr. Ein auf und ab der Gefühle

Wow, das erste Schuljahr ist um. Wir stecken mitten in den großen Ferien. Im letzten Jahr ist so einiges passiert, sei es unser Alltag oder die Entwicklung von Celina.

 

Der Anfang in das Schulleben

Einen ersten Einblick,wie so die Schulzeit verlaufen wird, hatten wir schon auf mehreren Elternabenden. Man, die geben aber direkt Gas, dachte ich. Ist wohl nichts mit Welpenschutz.

Die erste Ernüchterung kam, als Freundschaften auseinander gerissen wurden. Obwohl man vorher 2 Wunschkinder eintragen konnten, mit denen Celina in eine Klasse kommen sollte. Das war so der erste Moment, das man auf den Boden der Tatsache runter geholt wurde. Bye Bye, liebe Kindergartenzeit.

Celina war natürlich schon Wochen vor der Einschulung sehr aufgeregt . Sie war unruhig, richtig zappelig und wusste nichts mit sich anzufangen. Jeden Morgen musste ich sie dazu ermutigen in den Kindergarten zu gehen. Aufregend wurde es als der Tornister ausgesucht wurde und dementsprechend eine Schultüte gebastelt wurde. Sie war dabei als ich die, gefühlt endlose Materialiste, abgearbeitet habe und durfte viele Sachen selbst aussuchen.

Dann war es endlich soweit

Der Tag der Einschulung. Ich weiß nicht wer aufgeregter war. Celina ist in der Wohnung rumgeflitzt wie ein Hb-Männchen. Sie sah so winzig aus mit ihrem riesen Tornister.


Die Feier war sehr schön. Die 3. Klässler der Schule haben die I-Dötzchen in sämtlichen Sprachen begrüßt und verschiedene Ag’s haben etwas aufgeführt. Danach ging es zur Schule. Jeder hatte sein Klassenzeichen um den Hals, in Celina’s Fall der Drache Drago. Die Kinder sollten selbständig zu ihren Lehrern und ihrer Station gehen. Ein kurzes Tschüss und schon verschwand sie in ihre erste Unterrichtsstunde. Wir Eltern dürften nicht mit dabei sein. Ihr könnt euch vorstellen, mir kamen die Tränen.


Die ersten Tage

Es ging direkt los. Knallhart. Mit Hausaufgaben und weiteren Dingen die sie mitbringen sollten. Morgens in die Klasse bringen? Fehlanzeige. Wir Eltern dürfen nur bis zur Schulmauer. Die Schule legt viel Wert auf Selbstständigkeit. Ich persönlich finde es nicht schlecht, auch wenn das Mamaherz blutet. Aber im Leben wird einem halt nichts geschenkt. Auch Celina hatte damit keine Probleme, ganz im Gegenteil, sie wollte am liebsten schon alleine zur Schule.



Dann kamen die Probleme

Die erste Zeit hatte Celina keine Probleme. Sie hatte Freundschaften geschlossen und dem Unterricht konnte sie sehr gut folgen. Hausaufgaben wurden selbstständig und mit Freude erledigt. Auch hier dürfen die Eltern nicht helfen.

Dann fingen die Probleme an. Kurz vor den Weihnachtsferien. Celina kam ruhig und weinerlich aus der Schule. Sie wurde von anderen Kinder geärgert und ausgeschlossen. Das schlimmste war allerdings das sie von 2 Jungs festgehalten wurde und 1 Junge hat zugetreten. Gespräche in der Schule standen an. Das schlimmste für Celina war das es ihre Freunde waren, die sich auf einmal ohne Grund so verhalten haben. Die Lehrerin hat sich zum Glück für Celina eingesetzt und jetzt ist wieder Ruhe.

Aber das Selbstbewusstsein war angeknackst. Sie hat sich nicht mehr getraut andere Kinder zu fragen ob sie die Pause miteinander verbringen. Das musste erst wieder aufgebaut werden. Das haben wir zum Glück ganz gut in den Griff bekommen und sie geht wieder gerne zur Schule.

Was Celina alles gelernt hat

Bei uns an der Schule wird mit der Silbenmethode gearbeitet. Das bedeutet jede Silbe eines Wortes ist blau und rot. Ein Beispiel: Rasen> Ra (blau) sen(rot). Beim schreiben kommt ein Silbenstift zur Hilfe. Auf einer Seite rot auf der anderen blau. So müssen die Kinder den Stift nur drehen. Die Reihenfolge der Silben hat jede Klasse etwas anders gemacht. Wir starteten mit Mu-mi-ma. Und so ging es immer weiter mit allen Buchstaben. Mittlerweile kann sie ganze Texte lesen.
Ich persönlich bin begeistert von dieser Methode. Auch Celina hatte keinerlei Probleme. Ich finde es ist leicht verständlich für die Kinder. Zur Hilfe wurde im Unterricht geklatscht oder mit Gebärden gearbeitet. Die Kinder lernen direkt die Wörter richtig zu schreiben. Nach Gehör schreiben zu lernen, empfinde ich als Problematisch. Aber ich habe auch keinerlei Erfahrung damit.

Im ersten Halbjahr wurde in Mathematik im Zahlenblock 1-10 gearbeitet. Addieren und Subtrahieren. Kleine Geometrische Aufgaben waren auch mit dabei. Im 2.Halbjahr ging es dann weiter bis 20.

Natürlich gibt es auch Kunst, Sport und Sachunterricht sowie Religion. Und seit dem 2. Halbjahr auch Englisch.

Im Englisch singen sie Lieder und lernen leichte Wörter wie Mum, Dad oder happy. Hausaufgaben gab es hier bisher nicht.

Die Hausaufgaben 

Hausaufgaben gab es immer, außer Freitags. In der Regel waren es immer 1 Matheblatt oder eine Seite im Arbeitsheft und 1 Deutschaufgabe. Manchmal zusätzlich noch lesen.


Wir hatten mit den Hausaufgaben keine Probleme. Nur an der Schnelligkeit mussten wir arbeiten. Die Kinder dürfen nicht länger als 30min daran Arbeiten.

Es gab auch Aktivitäten 

Ganz aufregend waren verschieden Aktivitäten die gemacht wurden. Es gab einmal ein Sponsorenlauf und das Spiele-Sport-Fest. Zu meiner Zeit hieß es noch Bundesjugendspiele.


Beim Sponsorenlauf wird Geld für ein Projekt in der 3. Klasse gesammelt. Und zwar zum Thema, mein Körper gehört mir. Dort kommen Trainer und machen einen Selbstverteidigungskurs. Finde ich eine tolle Sache. Und die Kinder sind stolz auch ihren Beitrag zu leisten.


Unser Resümee

Es wird von Anfang an viel abverlangt. Ich hatte das Gefühl, großartig ankommen ist nicht.  Das war zu meiner Schulzeit noch anders. Die Kinder müssen alle ihre Schulsachen selbst organisieren und ordentlich halten. Alle 2-3 Wochen werden Tests geschrieben. Diese umfassen teilweise 2 DIN A4 Seiten. Diese müssen auch in einer gewissen Zeit vollständig sein. Schludern ist nicht. Es wird von Anfang an drauf geachtet, das sauber geschrieben wird. Ganz schön viel für die Mäuse. In der Klasse haben sie auch immer wechselnde Aufgaben, wie Tafeldienst, Mülldienst oder Kakaodienst.  Selbst Blumen gießen und Fegen müssen sie selbstständig.

Also manchmal war Celina einfach müde und ausgelaugt. Die Ferien taten dann richtig gut. Trotzdem ist sie immer mit Freude zur Schule gegangen ( außnahme die Ärgerzeit). Seit dem Frühjahr geht sie auch alleine mit einer Freundin zur Schule. Unser Schulweg beträgt ca. 10min. Aber sie hat sich sehr zum positiven verändert. Sie ist aufmerksamer und selbstständiger geworden. Sie diskutiert einen manchmal echt in den Boden. Eine richtig kleine Persönlichkeit ist aus unserem kleinen Mädchen geworden. 


Stolz war ich über die Beurteilung am Ende des Schuljahres. Sie hat super abgeschnitten trotz dem ganzen Druck.


Wir sind gespannt auf das neue Schuljahr


So, wenn ihr bis jetzt noch da seid, bedanke ich mich ganz herzlich für’s lesen und durchhalten 😀 In einem Jahr kommt eine Menge zusammen.

Liebe Grüße

Eure Nadine

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